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Mythen, Megalithen und Malteser Ritter
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  Der Inselstaat Malta besteht aus den drei Inseln Malta, Gozo und Comino. Der legendärste Besucher war wohl Odysseus. Homer erzählt von seinem – mehr oder weniger freiwilligen – siebenjährigen Aufenthalt auf der Insel Ogygia – dem heutigen Gozo, der Insel der Nymphe Kalypso.
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Spuren einer Besiedlung weit vor der klassischen Antike sind aber heute noch zu besichtigen. Jungsteinzeitliche Megalithtempel wie Ggantija auf Gozo und Tarxien auf Malta um nur einige zu nennen, haben mit einem Alter von fast 6.000 Jahre mehr auf dem Buckel als die Pyramiden von Gizeh. Aus der Bronzezeit (2000-1000 v. Chr.) stammen rätselhaften Schleifspuren, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Eisenbahngleisen nach dem englischen Rangierbahnhof Clapham Junction benannt sind.

Phönizier und Karthager besiedelten die Inseln ab ca. 1100 v.Chr. Nach dem zweiten Punischen Krieg 218 v. Chr. hinterließen die Römer ihre Spuren. Im Lauf des Untergangs des weströmischen Reiches lieferten sich die Vandalen ein kurzes Intermezzo auf dem Archipel. Der byzantinische Feldherr Belisar vertrieb diesen germanischen Stamm jedoch im Jahr 533 n.Chr. Nach häufigen Überfällen erobern muslimische Araber im Jahr 904 die Inseln und sollen die gesamte byzantinische Bevölkerung getötet haben.

Auf die Araber folgen im Jahr 1090 die Normannen, die 1194 vom römisch-deutschen Kaiser Heinrich IV. beerbt werden. 1268 kommen die Franzosen, die jedoch schon 1284 vom spanischen Haus Aragon vertrieben werden. Die folgenden Jahrhunderte sind von sarazenischen Piratenüberfällen geprägt durch die viele Einwohner als Sklaven ins Nahe Nordafrika verschleppt wurden.

Nachdem der Johanniterorden 1525 von der griechischen Insel Rhodos vertrieben wurde, schenkte Kaiser Karl V. die Insel dem ehemaligen Kreuzritterorden. Seit dem sind die Johanniter auch als Malteser Orden bekannt. Diese Ritter drückten der Insel ihren Stempel durch mächtige Befestigungsbauten auf. In diesen Bastionen verteidigten sie sich 1565 monatelang gegen eine zahlenmäßge Übermacht der Osmanen und Sararzenen. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts hatte der Orden auf den gesamten Inseln Türme in Sichtweite errichtet, die relativen Schutz vor den häufigen Überfällen boten. Finanziert wurden diese Bauten durch hohe Steuern der Bevölkerung, die sich daher 1775 gegen den Orden erhob.

1798 eroberte Napoleons Ägyptenflotte die Insel. Bereits zwei Jahre später vertrieben die Engländer den Korsen und machten die Inseln zu Ihrer Kolonie. Im ersten Weltkrieg diente Malta als großes Lazarett. Nach einem Aufstand gegen die angelsächsischen Kolonialherren im Jahr 1919 erlangte Malta 1921 Teilautonomie. Im zweiten Weltkrieg nutzten die Alliierten die Insel als „unsinkbaren Flugzeugträger“. Deutsche und Italiener bombardierten die Insel daraufhin heftig. 1964 erhielt Malta seine volle Unabhängigkeit und ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Stefan Hoch
Foto: tourism authority
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Zielort: Edinburgh
Dauer: 3 bis 4 Wochen
Unterkunftsart: Apartment
Workshops: werktags
Projekte: Reiseguide
Startdatum: 01. März 2018
Alter: 18 bis 30 Jahre
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