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Der traditionelle Münchner Christkindlmarkt
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  Alljährlich lassen sich die Münchner und die Gäste der bayerischen Landeshauptstadt vom Charme des stimmungsvollen Traditionsmarktes verzaubern. Veranstaltet vom Tourismusamt der Stadt öffnet der Christkindlmarkt bis zum 24. Dezember täglich seine Pforten.
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Besonders beeindruckend ist der Markt, sobald am späten Nachmittag die Lichter des Tages verschwinden. Dann beginnen die Marktstände im hellen Glanz unzähliger künstlicher Lichter zu leuchten. Auf dem Marienplatz glitzern tausende Lichter des großen Weihnachtsbaumes vor dem neugotischen Rathaus. Der fast 30 Meter hohe Baum erstrahlt in der vollen Pracht seiner Lichter. Auch das hat Tradition: der Weihnachtsbaum wird jedes Jahr von einer anderen Gemeinde gestiftet. 1830 brachte Therese von Sachsen-Hildburghausen, die Gemahlin von König Ludwig I, zum ersten Mal einen geschmückten Christbaum in die Münchner Residenz.

Der klassische Christkindlmarkt gilt als der älteste Münchens. Als Ursprung des Marktes in der heutigen Form gelten die so genannten Nikolausmärkten des 14. Jahrhunderts. Zum ersten Mal erwähnt wird 1642 in den Annalen der Stadt eine Nikolaidult in der Kaufinger Straße beim Schönen Turm. Im Gegensatz zu den anderen Münchner Jahrmärkten durfte dieser Markt nur von Münchner Händlern beschickt werden.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts siedelte die Nikolaidult auf den heutigen Promenadeplatz über. „Oberammergauer Ware und Nürnberger Lebkuchen, baumwollene Kinderkleider, Krippenfiguren und Kaminfeger aus Zwetschgen und Mandeln, Nikolaus-, Nonnen- und Einsiedlerbildchen“ gehörten – wie der Chronist Michael Schattenhofer herausfand - zum Sortiment des Nikolausmarktes von 1805. Dieser Markt - damals auf dem Max-Joseph-Platz - gilt als Vorgänger des heutigen Christkindlmarktes.

Unter Einfluss der Aufklärung und der wachsenden Bedeutung des Protestantismus zu Beginn des 19. Jahrhunderts fand in München statt, was sich in anderen Gegenden und Städten wie Nürnberg und Straßburg bereits im 16. Jahrhundert vollzog: der Wechsel vom Nikolaus zum Christkind als Gabenbringer und damit auch vom Nikolaus- zum Weihnachtsmarkt.

Der Münchner Christkindlmarkt, wie der Weihnachtsmarkt liebevoll genannt wird, hatte im Laufe seiner Geschichte von 1806 an viele Standplätze. Seit 1972 ist sein fester Platz auf dem Marienplatz im Herzen der Stadt.

Das Warenangebot hat sich in den fast 200 Jahren des Bestehens nicht grundlegend geändert. Lebkuchen und Zwetschgenmanderl, Holzwaren aus Oberammergau, Südtirol und dem Erzgebirge und alles weitere, was zur Advents- und Weihnachtszeit gehört, wird heute in über hundert Buden auf dem Marienplatz angeboten. Auch die Papierbildchen finden sich seit einigen Jahren wieder und bringen nostalgisches Flair auf den Weihnachtsmarkt.

Lutz Kessner
Foto: muenchen-tourist
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 Projekt GB  Projekt E  Projekt C
Zielort: Edinburgh
Dauer: 3 bis 4 Wochen
Unterkunftsart: Apartment
Workshops: werktags
Projekte: Reiseguide
Startdatum: 01. März 2018
Alter: 18 bis 30 Jahre
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