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Von Schlossgeistern und anderen Legenden
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  Im tiefen Winter sind sie am aktivsten: Britanniens Geister. Ist man zu Gast in einem der Häuser, in denen es spukt, darf man sich auf eine schlaflose Nacht gefasst machen, wenn die Dame von der Gastfamilie den Schlüssel zu einem bestimmten Zimmer mit süffisantem Lächeln überreicht.
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Bemerkenswert ist auch die Geschichte, die sich um Lowther Castle in der nordwestenglischen Grafschaft Cumbria rankt. Sir James, der einstige Besitzer des Schlosses, für den eine Heirat arrangiert worden war, verliebte sich stattdessen in die Tochter eines Bauern. Diese verstarb jedoch nach kurzer Zeit. Um sie immer sehen zu können, ließ er ihren Sarg mit einem Glasdeckel versehen und ihn auf eine Kommode stellen. Er selbst verstarb, ohne geliebt worden zu sein oder betrauert zu werden. Bei seiner Beerdigung soll sein Sarg geschwankt haben, als er in die Erde gelassen wurde. Und noch heute fährt eine geisterhafte Kutsche durch den Schlosspark.

Wales mit seinen vielen Schlössern bietet die perfekte Kulisse für Geistergeschichten aller Art. Castell Coch zum Beispiel bildet den Hintergrund für die traurige Geschichte von Dame Griffith, deren Sohn in ein dunkles, bodenloses Wasserloch fiel und nie mehr gesehen ward. Die Mutter war untröstlich und starb kurze Zeit später an ihrem Kummer. Noch heute wandert ihr Geist ruhelos im Schloss und seiner Anlage herum.

Auch die Schlösser und Burgen Schottlands verfügen häufig über einen Hausgeist. So soll das oberste Stockwerk von Dunrobin Castle Heimat der herumirrenden Seele der Tochter des 14. Earls sein. Ihr Vater sperrte sie immer auf dem Dachboden ein, wenn sie angeblich ungezogen war. Das arme Mädchen versuchte einmal, durch ein Fenster zu entkommen, stürzte jedoch in den Tod. Seit dieser Zeit erscheint es als Geist, der rastlos durchs Schloss streift.

Da Geister aber eher nachts auftreten und die Pforten zu den Burgen und Schlössern dann für Besucher verschlossen sind, sollte man sich wenigstens eine Nacht in einer Unterkunft mit eigenem Geist gönnen. Einschlägige Häuser finden sich in ganz Großbritannien. Es muss nicht unbedingt ein teures Schlosshotel sein, das aufgrund seiner oft jahrhundertealten Geschichte geradezu prädestiniert für die Anwesenheit eines Geistes ist. Auch kleine Inns oder Landhotels werden zum Beispiel von den Seelen einfacher Soldaten oder Seeleute bewohnt, die schon in jungen Jahren ein unglückliches Schicksal ereilte. Das richtige Anwesen für jeden Anspruch findet man auf der Website www.hauntedhotelguide.com.

Wer unerschrocken ist und nicht an Geister glaubt, sollte auf jeden Fall an einem Ghost Walk teilnehmen, die regelmäßig in Städten wie London, York, Edinburgh oder Cardiff stattfinden, oder bei einem Haunted Weekend mitmachen, um endgültig eines Besseren belehrt zu werden.

Brigitte Ringelmann, visitbritain
Foto: visitbritain
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 Projekt GB  Projekt E  Projekt C
Zielort: Edinburgh
Dauer: 3 bis 4 Wochen
Unterkunftsart: Apartment
Workshops: werktags
Projekte: Reiseguide
Startdatum: 28. August 2017
Alter: 18 bis 30 Jahre
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